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Richtungen

„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du mußt nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie. *

„Jetzt oder nie“
irgendwann passiert es
„Jetzt oder nie“
ist es wie der berühmte Sprung ins kalte Wasser
„Jetzt oder nie“
ist man schon tausendmal aufgetaucht
„Jetzt oder nie“
werden die Zaunkönige enttäuscht
„Jetzt oder nie“
und dann ist es gut
„Jetzt oder nie“ **
wird die Richtung geändert

„Ich glaube, die Meisten waschen ihre Autos;-)“ war die Antwort von Arabella dazu. **

* https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Fabel F.Kafka
** Unter Verwendung des Liedes von H. Grönemeyer auf der LP Bochum

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Medizin, gute ** (that is the message)

Kaum ist man mal für sich, da machen die schon Theater.

Stimmt, ich war wirklich irgendwo unterwegs. Sicher nicht mit dem Professor in Triest. Was der da wollte, das kann man sich ja denken. Abhaken, einfach abhaken.

Hilft gegen fast alles:
All You Need Is Love

Diese Gefühltheit, ein Trauerspiel.

Und Pottendorf? Lachhaft. Als ob mich so ein Stau bei Bielefeld interessiert.

Ach ja, aus der Nummer komme ich wohl nicht mehr heraus.. ich gebe auch meinen Senf dazu. (Wenn denn die andern zwei mich lassen.)

Jeder hat so seins: Herr Kettler

Gut goan! – Ist westfälisch und bedeutet soviel wie: „Lasst es Euch gut gehen!“
So isset. Gruß ernst.

** Klekih-petra frei nach Karl May, Winnetou I.

I never need to get old

Ich kenne so’n Dier.

Eine etwas rheinisch angehauchte Dame würde jetzt sagen: Man kann sich auch verkünzeln. Dabei würde sie leicht, fast unmerklich den Kopf schütteln.

Wer weiß das schon so genau.

mick bezeichnete so jemanden gern als Perfektionisten. Quasi als ein penibler ‚Durchschnittsmensch‘ *.

Immer weiter, immer weiter/ jeder guckt durch Fenster, und hält sich für gescheiter/ … singt da der Dichter in meinem Ohr. Ganz leise singt er so etwas (und doch so eindringlich).

ernst sieht einen, der genau das heraufbeschwört, was er niemals wollte. Beharrlich, stur, konsequent.

Darauf erläutert der willi: Ich kenne so’n Dier!

* Mir fällt gerade auf: dieser Ausdruck kommt bei Hanns Dieter Hüsch ständig vor. (Mehr oder weniger offen tritt das zu tage.) Offensichtlich hat er seine Philosophie danach gebaut. Der Niederrhein ist überall. Und Menschen sind so. Alles geht so seinen Gang.

Oben ist es still 2

Eigentlich sollte der Artikel ja ‚Spaß‘ heissen.

Spaß ist aber soo laaangweilig.
Mit dem Spaß gibt es nämlich keinen Spass.

Benjamin Blümchen ist in die Jahre gekommen. 40.
Jetzt kommst du.

Und nun zu den Tagesthemen.
Nein: besser zu Gebrand Backer!

Oben ist es still.
Das lese ich jetzt noch einmal.

Der erste Leichnam, der mich betraf, war auch der schlimmste. Die Jugendliebe hatte sich umgebracht.
Das brachte mich in Bedrängnis. Ich hatte sie verdrängt aber nicht vergessen. Danach wurde es merkwürdig still.

Dann starb mein Schwiegervater, plötzlich. So unerwartet als wollte er ewig leben. (Dabei war er schon ein alter Mann.) Er war mein Mentor geworden. Den hatte ich mir ausgesucht als das Bauernhaus abbrannte. Ich wusste, was ich tat.

Im Grunde starb er einen Bilderbuchtot. Er hatte sich in einer Kneipe mit einem spaßigen Spruch noch ein Gläschen genehmigt. Dann fiel er um. Besser: er kippte nach hinten. Seitdem sind Martinshörner für mich ein Graus. (Für ihn war es wohl das beste, wie später einhellig festgestellt wurde.)

Mein Vater hatte es nicht so eilig. Hatte wohl noch etwas zu erledigen. Den habe ich fast zehn Jahre begleitet bei seinem letzten Gang. Glücklicher Weise habe ich mit ihm noch vorher ein paar Fahrten ins Blaue unternommen. Da war er noch halbwegs gesund.

Der vorerst letzte, in dieser Reihe, ist mein Freund. Der einzige mir noch verbliebene, seit der Schulzeit. Die anderen Leichen, mit denen ich zu tun hatte, haben mich nicht annähernd so berührt wie diese.

Jedesmal hatte ich etwas weg- oder aufzuräumen. Aber fertig geworden bin ich irgendwie nie. Das ist nicht so einfach. (So kommt es mir jetzt vor.) Vielleicht ist es besser wenn ich mehr nach vorne schaue. Nur die Richtung  muss ich noch finden.

Jetzt werde ich ‚Oben ist es still‘ lesen. Nochmal, zugegeben.
Versprochen ist versprochen.
Es wird mir keinen Spass bereiten. Nicht einmal Spaß.
Der Unterschied zwischen ‚Spaß‘ und ‚Spass‘ ist ein Qualitativer.

(Keine Frage der Rechtschreibung.)

  1. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, sich ordentlich zu verabschieden.
  2. Ich habe gelernt, dass des einen wohl noch lange nicht Komfort-Gefühle in allen auslösen muss, auch wenn man für sich das beste aus einer Situation macht.
  3. Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, sein Haus zu bestellen. Sonst hat man ein Problem.
  4. Ich habe gelernt, dass Freundschaft immer auch beudetet sich auszutauschen.

Heute Morgen hörte ich im Haussender passendes, das will ich auch noch mitteilen: Rag’n’Bone Man – Human (Official Video)
Apropos Spass: Helge Schneider & Michel Petrucciani bei Willemsen oder aber Helge Schneider bei Schmidteinander.

Die Welt ist dumm

Die Welt ist dumm, die Welt ist blind,
Wird täglich abgeschmackter!
Sie spricht von dir, mein schönes Kind,
Du hast keinen guten Charakter.

Die Welt ist dumm, die Welt ist blind,
Und dich wird sie immer verkennen;
Sie weiß nicht, wie süß deine Küsse sind,
Und wie sie beseligend brennen.

                                Heinrich Heine

Aus: Gedichte, die glücklich machen. ISBN 978 3 458 35997 5

Off topic

Heute war ich auf einer Fortbildung. Warm war es da. Sehr warm.

Unter anderem ging es um Methoden. Da wurde uns ein Video vorgestellt. Das hatte zum Thema ein schreckliches Wort mit einem großen ‚A‘.

Aber im Grunde geht es darum, wie man mit Wahrheit umgehen kann. Um Empathie, Einfühlungsvermögen und schlussendlich geht es um Liebe. Wie sieht mein Lebensentwurf aus? Wer bin ich?

Das Video geht so. Gemacht hat es Marie Meimberg.

Zimmermänner und andere Gentlemen (war: Sir P. McCartney zum 75sten)

Sir P. McCartney zum 75sten* In jedem Fall hilft es. Ich schließe mich den guten Wünschen natürlich an. Aber es soll aus diesem Anlass keine Beatles-songs geben.

Was anderes soll es sein:
willi beginnt dieses Mal wieder. Und zwar mit dem Hanse Song Festival 2017. Schön.

Der mick, auch nicht faul, hat dieses Mal wieder zwei Lieder als Vorschlag: Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – Kennst du Werner Enke?. Und ausserdem schlägt er noch Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – It’s OK to love DLDGG vor, weil das eben auch so schön klar, eindringlich, und voll von Lebensfreude ist.

Kaum verwunderlich ist ernst. Er hat dieses Mal die Zimmermänner als Vorschlag: Die große Sporadische (official).

Laßt es Euch gut gehen!

* Ob die nur spielen wollten oder dezidiert eine Geschichte zu erzählen hatten, Klekih-petra hätte das sicherlich als Gute Medizin bezeichnet. Frei nach Karl May, Winnetou I. Der Haussender hat gesten an den 75. Geburtstag eines wirklich großen Musikers erinnert.

Sir P. McCartney zum 75sten*

In jedem Fall hilft es.
Ich schließe mich den guten Wünschen natürlich an.
Aber es soll aus diesem Anlass keine Beatles geben.

willi beginnt dies Mal wieder. Und zwar mit dem Hanse Song Festival 2017.
Schön.

Der mick, auch nicht faul, hat dieses Mal wieder zwei Lieder als Vorschlag: Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – Kennst du Werner Enke?. Und ausserdem schlägt er noch Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – It’s OK to love DLDGG vor, weil das eben auch so schön klar, eindringlich, und voll von Lebensfreude ist.

Nicht verwunderlich ist ernst. Er hat dies Mal die Zimmermänner als Vorschlag: Die große Sporadische (official).

Laßt es Euch gut gehen!

* Ob die nur spielen wollten oder dezidiert eine Geschichte zu erzählen hatten, Klekih-petra hätte das sicherlich als Gute Medizin bezeichnet. Frei nach Karl May, Winnetou I. Der Haussender hat heute an den 75. Geburtstag eines wirklich großen Musikers erinnert.

Aus der Mitte entspringt ein Fluss

Meine Kerze brennt an beiden Enden. Sie übersteht diese Nacht nicht.
Aber sie spendet meinen Freunden und allen meinen Feinden ein wunderbares Licht.
*

Vor Jahren habe ich den Film im TV gesehen. Meiner Frau zu Liebe. Sie hatte den Film im Kino schon gesehen (Frauentag), da hat so einer wie ich nichts zu suchen. Sie fand ihn bemerkenswert, ich auch.

„Unter der strengen Obhut ihres Vaters, ein presbyterianischer Priester, wachsen die Brüder Norman und Paul in der unberührten Wildnis Montanas der 30er Jahre auf. Zwei Brüder, die gegensätzlicher nicht sein können: Paul, provozierend und aufsässig, Norman, ruhig und besonnen. Ihr Vater erzieht seine Söhne im Einklang mit Gott und der Natur und vermittelt ihnen die mythischen und mystischen Seiten des Lebens. Ihre Gemeinsame Leidenschaft: Das Fliegenfischen am Fluß, der selbst ein Teil der Ewigkeit ist.
Der Kindheit entwachsen ist Paul Journalist geworden, verfällt dem Alkohol, macht Spielschulden und landet wiederholt im Gefängnis. Der intellektuelle Norman hingegen ist zurückhaltend und träumt davon, die Welt ausserhalb Missoulas zu entdecken. Bald muss der eine Bruder die Bedeutung des Wortes Familientreue erfahren, nachdem der andere in größere Schwierigkeiten denn je geraten ist.“ Text aus dem Inlet.

Norman ist am Ende allein übrig. Er sagt: „Am Ende fließen alle Dinge ineinander, und aus der Mitte entspringt ein Fluss. Der Fluß wurde bei der großen Überschwemmung der Welt begraben und fließt aus dem Keller der Zeit über Steine. Auf einigen der Steine befinden sich zeitlose Regentropfen. Unter den Steinen sind die Wörter. Doch einige Worte wird man nie verstehen.. Ich kann mich dem Wasser nicht entziehen.“

Robert Redford: Aus der Mitte entspringt ein Fluss. USA. Spielfilm 1992. Mit Brad Pitt, Craig Sheffer u.a. (DVD)

* Trinkspruch von Norman 😉

Ein wunderbarer Film.

Zeit (war: Tausendfüßer und Regenwurm)

Zeit ist alles was man braucht.

Mist. So sagen die einen (sonst ernst).
Hä?! So die anderen (oder willi).
Mit den Schultern zucken die dritten.

Wenn Menschen mit der Zeit konfrontiert werden, sind sie oft ärgerlich, wütend oder verzweifelt. Manche reagieren zornig, sind aufbrausend. Andere haben vielleicht schon aufgegeben, bleiben scheinbar gelassen. Zeigen sich weise oder haben sich einfach abgefunden.

Natürlich ist Zeit haben leichter als als gedacht und trotzdem ist es schwer es dann doch zu tun. Wir alle glauben ja insgeheim – nur insgeheim – wir glauben also, wir seien unverwundbar und das Leben dauert ewig.

Bemerken wir dann, dass es nicht so ist, sehen wir oft nur noch die Rückleuchten. Der Zug ist längst abgefahren. Wir hadern dann mit dem, was gemeinhin als Schicksal bezeichnet wird.

Dem ist es nämlich vollkommen egal, wie wir Leben. Es hat kein Gewissen. Da geht es nicht um gut und böse. Das sind menschliche Kategorien. Möglich, dass es ein Spiel ist. Die Regeln sind hart und kaum gerecht. Zocker wissen was ich meine.

Leben ist so.
Oder so.
Gerecht ist was anderes.
Dumm gelaufen.

Ein Tausendfüßer überlegte einmal, welches Bein er zuerst.. Genau. Seitdem gibt es den Regenwurm.

Das mit der Zeit sagt sich sehr leicht. Es ist schwer getan. Doch ich glaube, trotz allem, es geht nur so.
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Siehe dazu die guten Artikel Die letzten Worte von guinness44 oder Deine Reise von marga auwald.

Von Tina Dickow habe ich dazu Musik gefunden: So http://www.youtube.com/watch?v=Kkw3R8Qotro oder so http://www.youtube.com/watch?v=Z6ZeqDEHg_M.