Sir P. McCartney zum 75sten*

In jedem Fall hilft es.
Ich schließe mich den guten Wünschen natürlich an.
Aber es soll aus diesem Anlass keine Beatles geben.

willi beginnt dies Mal wieder. Und zwar mit dem Hanse Song Festival 2017.
Schön.

Der mick, auch nicht faul, hat dieses Mal wieder zwei Lieder als Vorschlag: Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – Kennst du Werner Enke?. Und ausserdem schlägt er noch Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – It’s OK to love DLDGG vor, weil das eben auch so schön klar, eindringlich, und voll von Lebensfreude ist.

Nicht verwunderlich ist ernst. Er hat dies Mal die Zimmermänner als Vorschlag: Die große Sporadische (official).

Laßt es Euch gut gehen!

* Ob die nur spielen wollten oder dezidiert eine Geschichte zu erzählen hatten, Klekih-petra hätte das sicherlich als Gute Medizin bezeichnet. Frei nach Karl May, Winnetou I. Der Haussender hat heute an den 75. Geburtstag eines wirklich großen Musikers erinnert.

Aus der Mitte entspringt ein Fluss

Meine Kerze brennt an beiden Enden. Sie übersteht diese Nacht nicht.
Aber sie spendet meinen Freunden und allen meinen Feinden ein wunderbares Licht.
*

Vor Jahren habe ich den Film im TV gesehen. Meiner Frau zu Liebe. Sie hatte den Film im Kino schon gesehen (Frauentag), da hat so einer wie ich nichts zu suchen. Sie fand ihn bemerkenswert, ich auch.

„Unter der strengen Obhut ihres Vaters, ein presbyterianischer Priester, wachsen die Brüder Norman und Paul in der unberührten Wildnis Montanas der 30er Jahre auf. Zwei Brüder, die gegensätzlicher nicht sein können: Paul, provozierend und aufsässig, Norman, ruhig und besonnen. Ihr Vater erzieht seine Söhne im Einklang mit Gott und der Natur und vermittelt ihnen die mythischen und mystischen Seiten des Lebens. Ihre Gemeinsame Leidenschaft: Das Fliegenfischen am Fluß, der selbst ein Teil der Ewigkeit ist.
Der Kindheit entwachsen ist Paul Journalist geworden, verfällt dem Alkohol, macht Spielschulden und landet wiederholt im Gefängnis. Der intellektuelle Norman hingegen ist zurückhaltend und träumt davon, die Welt ausserhalb Missoulas zu entdecken. Bald muss der eine Bruder die Bedeutung des Wortes Familientreue erfahren, nachdem der andere in größere Schwierigkeiten denn je geraten ist.“ Text aus dem Inlet.

Norman ist am Ende allein übrig. Er sagt: „Am Ende fließen alle Dinge ineinander, und aus der Mitte entspringt ein Fluss. Der Fluß wurde bei der großen Überschwemmung der Welt begraben und fließt aus dem Keller der Zeit über Steine. Auf einigen der Steine befinden sich zeitlose Regentropfen. Unter den Steinen sind die Wörter. Doch einige Worte wird man nie verstehen.. Ich kann mich dem Wasser nicht entziehen.“

Robert Redford: Aus der Mitte entspringt ein Fluss. USA. Spielfilm 1992. Mit Brad Pitt, Craig Sheffer u.a. (DVD)

* Trinkspruch von Norman 😉

Ein wunderbarer Film.

Die Wahl haben

„Es gibt sie nicht unbegrenzt, dann wird sie rücksichtslos und monströs und frisst sich selbst.“ Genau.

Dazu passt ein Lied von Georg Danzer:Die Freiheit.

literaturfrey

Freisein bedeutet wählen können.
Vielleicht nur A oder B.
Vielleicht aber auch A und B oder aber weder A noch B.
Vielleicht ist die Wahl zwischen zwei Momente gesetzt oder gar zwischen zwei Lebensentwürfe.
Mehr ist Freiheit nicht.
Es gibt sie nicht unbegrenzt, dann wird sie rücksichtslos und monströs und frisst sich selbst.
Unfreiheit ist, dem folgend nicht nur, keine Wahl haben,
sondern im gleichen Umfang,
sich unfähig zu zeigen,
eine Wahl zu treffen.

PGF 06/17

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Zeit (war: Tausendfüßer und Regenwurm)

Zeit ist alles was man braucht.

Mist. So sagen die einen (sonst ernst).
Hä?! So die anderen (oder willi).
Mit den Schultern zucken die dritten.

Wenn Menschen mit der Zeit konfrontiert werden, sind sie oft ärgerlich, wütend oder verzweifelt. Manche reagieren zornig, sind aufbrausend. Andere haben vielleicht schon aufgegeben, bleiben scheinbar gelassen. Zeigen sich weise oder haben sich einfach abgefunden.

Natürlich ist Zeit haben leichter als als gedacht und trotzdem ist es schwer es dann doch zu tun. Wir alle glauben ja insgeheim – nur insgeheim – wir glauben also, wir seien unverwundbar und das Leben dauert ewig.

Bemerken wir dann, dass es nicht so ist, sehen wir oft nur noch die Rückleuchten. Der Zug ist längst abgefahren. Wir hadern dann mit dem, was gemeinhin als Schicksal bezeichnet wird.

Dem ist es nämlich vollkommen egal, wie wir Leben. Es hat kein Gewissen. Da geht es nicht um gut und böse. Das sind menschliche Kategorien. Möglich, dass es ein Spiel ist. Die Regeln sind hart und kaum gerecht. Zocker wissen was ich meine.

Leben ist so.
Oder so.
Gerecht ist was anderes.
Dumm gelaufen.

Ein Tausendfüßer überlegte einmal, welches Bein er zuerst.. Genau. Seitdem gibt es den Regenwurm.

Das mit der Zeit sagt sich sehr leicht. Es ist schwer getan. Doch ich glaube, trotz allem, es geht nur so.
——————-
Siehe dazu die guten Artikel Die letzten Worte von guinness44 oder Deine Reise von marga auwald.

Von Tina Dickow habe ich dazu Musik gefunden: So http://www.youtube.com/watch?v=Kkw3R8Qotro oder so http://www.youtube.com/watch?v=Z6ZeqDEHg_M.

Zum Tag des Deutschen Brotes

Heute Morgen machte mich mein Haussender auf den Tag des Deutschen Brotes aufmerksam, der gestern wohl gefeiert wurde. Es war doch nur als launige Überleitung zum Wetter gedacht. Man ist ja besonders morgens in Eile.

Egal jetzt hat sich das verselbstständigt. Darum kommt jetzt ein Schwank aus der Jugend.

tod des bäckers (überschrift)

bäckersfrau und bäckerbube
stehen in der bäckerstube
des nachts, bei licht
– es ist halb vier
der bäcker bäckt nicht
und trinkt bier
seit stunden schon
in seinem zimmer
und lächelt hohn
beim kerzenschimmer
weil bäckersfrau und bäckerbube
backen in der bäckerstube.

so geht es schon drei tage lang
und manchmal hört man auch gesang
aus bäckermeisters feierzimmer
wo er so sitzt bei kerzenschimmer.

die bäckersfrau hat viel verdruß
weil sie doch immer backen muß.
jetzt ist es zeit für eine wende
denkt bäckers frau und geht behände
bewaffnet in die feierstube
allein, jetzt bäckt der bäckerbube
mit freude einen schokokuß
doch in die stille kracht der schuß
gefeuert von der bäckersfrau
auf ihren mann, die faule sau.
der schokokuß des bäckerbuben
ist bei dem Schuß dann noch zerstoben.
..
willi 1987

Unklar bleibt, wie die Geschichte ausgegangen ist. Es ist zu vermuten, für die Restfamilie nicht so besonders.  Und für den willi?

Nachsatz:
Ursprünglich hatte willi nicht ‚Schokokuß‘ verwendet. Wir alle wissen, ist das Wort N****kuß heute nicht mehr politisch korrekt. Ich glaube fest, dass seit diesem – nennen wir es mal – Vorfall die Sitte in Backstuben aufkam, frische(!) Brötchen zu zerteilen, um zwischen die beiden Hälften ein mit Schokolade überzogenes Etwas aus Eiweißschaum, auf einem Waffelboden (der stark an Esspapier gemahnt), zu quetschen. So gesehen war das Ableben dieses Bäckers gleichsam der Tod dieses schrecklichen N-Wortes und die Geburtsstunde einer lukullischen Spezialität. Das Bäckergedächtnisbrötchen war also geboren. Ein Genuss für breite Teile der Schülerschaft. willi scheint das vollkommen zu ignorieren. Sowas!

mick 2013

Paul von der Querstraße

Don Quijote

Don Quijote träumt von besseren Zeiten (Sancho Panza, nicht im Bild)


Der allseits bekannte Don Quijote wie auch der mehr von Kennern geschätzte Paul von der Querstraße konnten als Hagestolz in neuerer Zeit reüssieren.

Es ist zwar keine Frage des Alters oder der geschlechtlichen Ausprägung, aber älteren Individuen männlicher Provinienz wird so eine Neigung durchaus häufiger nachgesagt.

Das Ministerium zur Rettung alter Sprache hatte hier wieder einmal ganze Arbeit geleistet. S.d.a.u.a. den Lexikoneintrag in der so beliebten Wikipedia.
(https://de.wikipedia.org/wiki/Hagestolz).

Bravo 🙂

Der Eintänzer

Die wilden Tage sind
natürlich nicht gestorben.
Wir erleben sie
vielleicht
nicht mehr so.
Andere schon…
Wir haben
uns verändert.
Der Zeit ist das herzlich egal.

Dazu vielleicht noch ein Video: Für immer jung. Es mag aber auch so gehen.

Ich weiß nicht, ob ihr es schon mitbekommen habt..

..er hat es schon wieder getan!

Der Vollmond war wieder da. Und die Kumpels sind unterwegs. Mist.

Alles muss man selbst machen, obwohl Here Comes The Sun – The Beatles Tribute.

Der Sonnenaufgang folgte sogleich, herrlich! OFFICIAL – Somewhere Over the Rainbow 2011 – Israel „IZ“

In diesem Sinne, eine schöne Restwoche, mick

Und im Herbste ja, dann sterbs’de – 16.September 2014 (aus Gründen)

War mal: Das Usambaraveilchen, mein Freund und ich – höchst subjektiv, wie alles hier.

Get back*, vielleicht. Das trifft es im Moment.

Mein Freund ist tot. Er hat es nun geschafft. Das war anstrengend. Für Ihn mehr als für mich. Schlußendlich mußten wir beide verlieren. Er mehr als ich. Dabei wollte ich noch über Udo Lindenberg erzählen, als er noch englischen Rock sang. Frumpie nicht zu vergessen und Inga Humpe. Über unsere gemeinsame Zeit in der Ausbildung. Damals hörten wir Bap und den jungen Grönemeier, Georg Danzer. Alles obsolet, jetzt.

Normalerweise schreibe ich solche Texte selbst. Aber in diesem Fall habe ich für den Anfang die Erzählung von Wolfgang Neuss über seinen Freund Wolfgang Müller abgewandelt. Zu groß ist der Schmerz über das, was da vor mir lag – immer noch. Der Text passt so gut auf uns. (F) wird es mir bestimmt nachsehen:

„Ich lache oft und gern über ihn, allerdings besonders liebevoll, wenn er keinen besonderen Wert darauf legt. Denn wenn jemand Wert auf was legt, dann muß man ihn schon hündisch lieben, tut man ihm den Gefallen. Es sei denn, er legt etwas auf mich, meinetwegen Wert oder sonstwas Anständiges. Aber (F) pumpt mir leider immer nur Geld, mehr nicht.

Ich hatte mir nie und werde mir auch nicht vornehmen, ein Paar zu werden, ich bin mir alleine doppelt genug. Aber ich werde ihn, (F), der mich zu kennen glaubt, und der nie auch nur in die Nähe meiner Gedankenwelt und Vorstellungskraft kommt, solange ich lebe, respektieren und, so oft es sich ergibt, seine Nähe suchen.

Er bringt mich auf tausenderlei Ideen. Natürlich könnte ich mich auch an einer Schuhsohle oder an einer rauhen Wand entzünden, um mal das Streichholzverfahren vergleichsweise für uns heranzuziehen. Aber in dieser hochzivilisierten Welt ist mir eine Reibefläche (F) lieber.

Er ist eine irrsinnige Potenz auf dem Gebiet der Ichsucht, und es muß schon ein großes Glück für ihn sein, erkennt er meine Leistungen oder zum Beispiel diese Zeilen an. Und wenn wir eines Tages den Gipfel des Egoismusses gemeinsam gegeneinander erklommen haben, werden wir uns wahrscheinlich vierhändig abseilen.

Bis dahin ist ein Weg zurückzulegen, der mit dem, was wir alleine gelaufen sind, überhaupt nicht vergleichbar ist. …. (F) …ist in keinem Fall ein Satellit, sondern eine Rakete, die ich in meiner Welt nicht missen möchte.
Als …
(F krank wurde) – zuerst habe ich mich einfach geweigert, das zu glauben … „ (S.121 u. S.124, Volker Kühn, Das Wolfgang Neuss Buch.)

Er hatte sich wohl auch geweigert: Als ich einmal zum Abschluss einer meiner üblichen Besuche aufbrach, schaute er mich besorgt an und machte mich auf meinen losen Schnürsenkel aufmerksam. Ihm fiel das Sprechen schon schwer aber der hatte tatsächlich Angst, das ich stolpere.

Früher:
Mit seiner Puch Maxi kam er am Wochenende in unser Dorf geknattert. Es musste ewig gedauert haben auf einem Mofa vom Sintfeld in den Teutoburger Wald zu fahren. Wir hatten uns in der Schule kennengelernt und beschlossen unsere Freundschaft aus zu testen. Beharrlich war der.

Später – Sommer’72 – im Kings and Queens. Das ist ein Pub in Brighton, Südengland. Dort fütterten wir die Musikbox mit unseren Shillingen. Ansonsten genossen wir das englische Bier und unser Leben. American Pie war der Hit. Und wir hörten den, Abend für Abend. Seitdem kann ich das Lied auswendig.

Drei Wochen waren wir da. Eigentlich wollte ich ihn breitschlagen nach Irland zu fahren. Irgendwie wollte ich immer nach Irland. Aber er hat sich durchgesetzt. Wie so oft, wenn wir was getan haben, hat er sich durchgesetzt. Aber er war da, wenn ich ihn brauchte. Als er nach dem Abi zum Bund musste, habe ich ihn dafür Sonntags in den Zug gesetzt, damit er nicht noch fahnenflüchtig wurde. Auch das hat er mir verziehen. Später hat er mir mal die Landschaft und die Kaserne gezeigt.

Ich durfte sein Trauzeuge sein und für seine Kinder habe ich später Bäume gepflanzt. Als Lehrer konnte der Stunden entwickeln, das waren so Selbstläufer. Ich habe sie dann ausprobiert. Reden konnte ich ja. Geschrieben hatte er.

Einmal habe ich eine Arbeit retten müssen. Ein Anruf genügte und er war da. Ich diktierte ihm und kongenial diskutierten wir, ab und an. Aber vor allem tippte er das ein.

Nach diesem Wochenende war die Arbeit fertig und konnte abgegeben werden. Wir hatten zwar kaum Ahnung von der Materie, aber dafür sehr viel Spaß dabei. So war der. Wenn man ihn brauchte war er da. Immer kritisch, packte er doch zu. Das Ziel vor seinen Augen war Unterhaltsamkeit. Für ein Abenteuer hat er so manches getan. Ich hoffe, er hat alles zweifach zurückbekommen.

Ab und zu haben wir Radtouren unternommen oder Jobs zusammen gemacht. Nur wir zwei. Das war das beste. Für Cliquen habe ich mich nie wirklich geeignet. Aber einen Freund, den brauchte ich schon. Sogar mehrere. Aber nicht auf einmal. Vielleicht ging dem das auch so. Wenn wir etwas zusammen getan haben, waren wir jedenfalls perfekt. So war das im Kings and Queens, so war das auf der Uni und so war das beim Retten von Bäumen (das war noch so eine Geschichte).

Wir haben nie viel gesprochen. Nur das Nötigste. Verstehen geht manchmal auch so. Der war immer Genießer, Schweiger und Aushalter. Einmal hat er sechs Wochen gelegen und seine Bandscheibe belastet. Da habe ich ihn einfach besucht. Er wollte sich nicht operieren lassen. Der hat stur gelegen und seinen Wirbel besiegt. Schon damals war ich nicht überzeugt, dass er auf mich wartet. Nicht wenn er krank war. Stur haben manche gesagt.

Er hat sich kaum je von etwas abbringen lassen. Seine L, die gehört auch dazu. Mit der wollte er leben. Punkt. Das war vor vierzig Jahren. Sie leben immer noch lebten bis zum Ende zusammen. Ich habe ihn immer als Stoiker mit epikureischen Einflüssen gesehen. Situationen hat er beobachtet und analysiert. Ändern konnte man selten was. Wenn das so war, dann konnte er die Dinge so nehmen wie sie waren.

Wir sind Freunde, also treu. So konnte ich mich immer blind auf ihn verlassen. Umgekehrt war das auch so. Wer uns auf Partys gesehen hat, konnte das so nicht verstehen. Da haben wir nicht groß miteinander geredet. Nur wenn es drauf ankam, und dann unter vier Augen.

Nun hatte der Freund eine schwere Diagnose und ich konnte nicht zu ihm. Am Telefon hat er mir gesagt, das sei eine Scheißdiagnose und er hält das durch. Im Übrigen soll ich mich mit seiner Frau besprechen. Mehr konnte er nicht sagen.

Frauen und Männerfreundschaften. Die sind so pragmatisch. Er kann nicht sprechen, vielleicht hat er eine Anwendung. Widerwärtig. Was die wohl denken, was wir zu besprechen haben? Ich muss dahin, will einfach da sein. Abwiegeln macht alles noch schlimmer. Der braucht mich doch jetzt – oder ich ihn. Ist das nicht egal?

Gegenwart:
Das mit der Weigerung hatte sich dann doch schnell erledigt. All das dauert noch All das hat jetzt ein Ende… die Hilflosigkeit bleibt. Sitzt fest in der Kleidung. Geht bis auf die Haut. Lauert an jeder Ecke. Und grinst dabei. Lässt sich einfach nicht abschütteln … Ablenkung hat zur Zeit immer noch schlechte Karten. Man findet so etwas nicht gut, vielleicht ist es gesund. Das Leben geht ja weiter, bla.. Ich könnte getrost darauf verzichten.

Die Blaue Blume ist längst entdeckt. Und manche können sie, für einen kurzen – oder längeren – Augenblick sehen. Die Angst, die mich als Junge beschlich, nach dem uns die Worte ausgehen könnten, diese Angst ist unbegründet. Im Zweifelsfall.. ach, Mist! Manchmal sind Worte bitter und notwendig. Oft braucht es auch keine Worte. Auf den Zeitpunkt kommt es eben an. Andererseites ist es aber auch egal.. All you need is Love. Schon schwer.

Wenn wir uns wieder treffen, irgendwo auf einer Wolke, dann haben wir viel zu reden. Wir haben dann alle Zeit der Welt. Möglicherweise wird uns ein Amselmann** besuchen. Und niemand wird uns stören. Wann, das wird sich schon ergeben. Auf jeden Fall wird das dann ein Spass sein.
Versprochen. Bis dann, mach et juut Jung.

Ach ja: das Usambaraveilchen ist überhaupt kein Veilchen. Es heißt nur so. Der Blume ist das vollkommen gleichgültig. Mir jetzt auch.

mick/ernst/willi.

* The Beatles, Get Back. (www.youtube.com/watch?v=96IlCehRnaU)
** Paul McCartney, Black Bird. (www.youtube.com/watch?v=8ehhZ53zysQ)

Traumstunde für den Siebenschäfer

Eine Auseinandersetzung, eine Posse, eine Schnurre die sich an einem Artikel wohl entzündetet.

Alles mit Links.

„Sachma, hasdusienochalle?“

„Wie bitte?“ Für mich sah ernst etwas belustigt aus.

„Nee, wirklich. Du has sie wirklich nich mehr alle“, wurde willi wütend. Doch er schien abzuprallen. „Typisch“, dachte er wohl.

„Du meinst, ob ich sie nicht alle beisammen hätte?“ So sagte es ernst mit leicht herablassendem Unterton zu willi, und frug: „In welchem Zusammenhang war nochmal die Frage?“ Dabei lächelte ernst gewinnend – wie er meinte.

„Na dat, wat du dem J.W.G. ernsthaft unterstellst, er würde in Hochsprache reden. Auffem Sterbebett. Und son zeuch. Watn Quatsch!“

(Ich wollte noch sagen, das der ernst immerhin den J.W. hat lächeln lassen. Kam aber nicht dazwischen.)

„Warst du etwa dabei?“ echauffierte sich ernst jetzt. Es kam wie aus der Pistole geschossen. Entweder er hatte die Lage nicht begriffen, oder er legte es darauf an.

(Ich versuchte nochmals zu vermitteln, aber auch das gelang mir wieder nicht.)

„Papplerlapapp“

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