Eine nicht gehaltene Rede

..eure Söhne und Töchter sollen weissagen; eure Ältesten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen.. Joel 3,1

Zum Brautaltar Sie führen, um Sie dem Bräutigam zu überlassen, dass wollte ich sowieso nicht. Schließlich haben sie sich schon lange vorher ausgesucht. Und das haben sie gut gemacht! (Wie so vieles.)

Von dem einen Anrecht allerdings, das dem Brautvater zu steht, will ich nun doch Gebrauch machen: Ich werde hier also einen kurzen Abriss über unser Kind im Besondern abgeben.
Alles Folgende wird sich also um mindestens drei Stunden und zweiundvierzig Minuten verschieben. Unterbrechnungen gehen also alle von Ihrer Zeit ab!

So, nun wäre das schon mal geklärt. Das hat man also aus dem Kopf und wir können uns einen schönen Abend machen.

Erster Satz, oder Schwank aus ihrer Kindheit:

wenn des morgens, in der frühe,
das kind durch die küche schreitet,
stumm und würdig sich die augen reibt,
dann gilt nur eines: nicht am kind packen!
das gilt dann aber auch immer und in jedem fall.

Zweitens habe ich begonnen – wenn es denn sein musste – in den frühen Abendstunden, den ein oder anderen väterlichen Ratschlag Ihr zu gegeben. Manchmal aber war ich durch diverse äußere Umstände gezwungen, dies auf die späteren Abendstunden zu verlegen.

Und wenn dann dieses Kind, oder diese junge Frau – wenn man es denn so will – mich mit ihren unglaublichen Augen so ansah und mir entgegnete, “Ich weiß, Papa… ich weiß.” Ja, spätestens dann wusste ich, diese junge Dame macht es doch so, wie sie es will.

Herrlich, nicht herrisch. Diese junge Dame hier ist so ziemlich das Beste, was ich einem Bräutigam geben könnte. Du, lieber V., hast es verdient!

Und nun noch etwas Allgemeingültiges:

von den kindern können wir lernen, was und wer wir sind.
sie fühlen wie sie sind und teilen es uns sofort mit.
ganz und gar gehören sie sich, bis die großen
versuchen, ihnen manieren beizubringen.
lächerlich!

Aber wem sage ich das. 🙂

Liebe S. lieber V., wir danken ausdrücklich für alles, was wir mit Euch schon erleben durften und freuen uns auf das, was noch vor uns liegt.

Liebe Brautleute, alles Gute und Liebe zu Eurem Weg, in guten und in weniger guten Zeiten. Den Segen des Standesamtes habt ihr ja jetzt. Unseren Segen habt Ihr sowieso. *

Oh! jetzt bin doch schon durch. Immerhin, schlappe dreieinhalb Stunden gespart.
Das ist doch auch schon was, oder?
___________________________________
* Die Namen der Brautleute sind der Redaktion bekannt.

Wenn man liebt, kann man alles in der Schöpfung sein. Paulo Coelho, Der Alchimist.

Die Rede wurde übrigens nicht gehalten. Das passte nicht ins Konzept. Jetzt regen die sich was auf, der willi und der ernst.

Das war eine prima Hochzeit, alles gut gelaufen. Nur vor dem willi und dem ernst, da muss ich mich jetzt mal etwas in acht nehmen aber die beruhigen sich schon wieder. Ungeschrieben ist diese Rede ja nicht, nur ungehalten.

https://allesmitlinks.wordpress.com/2015/11/11/wie-war-das-nochmal/

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4 Gedanken zu „Eine nicht gehaltene Rede

  1. Pingback: Wie war das nochmal? | Alles mit Links.

    1. mickzwo Autor

      Da geht so einiges auf die ‚Achterbahn‘. Das hätte der mick nicht gedacht. Schließlich ist der ja cool.
      Ich danke Dir für Dein Mitfühlen und auch auch für Dein Schmunzeln 🙂
      Es grüßen Dich herzlich mick, ernst und willi!

      Antwort

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