Fräuleins, Männleins und(!) etwas Meer

Zur heutigen Walpurgisnacht mussten diese zwo Texte noch mal zur Erinnerung gebacht werden:
Frei nach H.Heine, Th. Fontane oder so was.
(An dieser Stelle hat sich der Rezitator alter Schule vernehmlich und pretentiös – hoffentlich wird das auch so geschrieben – zu räuspern.)

Also: Das Fräulein stand am Meere

das fräulein stand am meere
beim sonnenuntergang
im herzen wars ihm schweere
und auch ein wenig bang
das fräulllein, es stand lang dort
und dacht – voll sehnsuchdt nach..
und ging – durch milden wind – fort
und sprach so bei sich: “Ach..!..”

Nein, nein Fräuleinchen. So geht es nicht!
Dies ist reiner Chauvinismus, ich weiß.
Wir sind da schon viel weiter.
Der Weg ist noch lang – und hier reimt
sich schon wieder bangk auf langk
– verdammt noch mal.

Nun also: Das Männlein stand am Meere

das männlein stand am meere
– so eine stunde lang –
dort war der kopf ihm schweere
im herzen ward ihm bang.

der wind wehte schon kühle
so stand es dort allein
und wellen, sah es viele
zwei möven taten schrein.

das männlein stand so vor sich
im kopf schon etwas leer
es dachte: hier vorn steh ich
dahinten liegt! das meer.

nuun wußt es nicht mehr weiter
– das meeer schwiegk vor sich hin
die möven flogen heiter
als dann das männnllein gingk..

Tja, Fräulleinchen, getts kuxe und sachs:
Datt gibbet do ganich. Abber ich sach – un dafür kannse ein lassen – sowatt gibbet. Echt, ährlich und ohne iirgendein Scheiß.
Nä wirklich, kannse glauben!

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