Hinreichend

Nichts geschieht ohne Grund.

‚Dass ein Korb da ist, ist eine notwendige Bedingung, um Basketball spielen zu können – ohne ihn geht es nicht.

Mit anderen Worten: Wenn eine hinreichende Bedingung vorliegt, dann tritt das bedingte Ereignis zwangsläufig ein; ist das Ereignis bereits eingetreten, so kann aber nur auf seine notwendigen Bedingungen zurückgeschlossen werden, denn wenn eine in Betracht gezogene hinreichende Bedingung nicht notwendig ist, so muss es immer andere mögliche Bedingungen geben, die ebenso hinreichend sind. Welche der hinreichenden Bedingungen vorliegt, kann ausgehend vom bedingten Ereignis nicht entschieden werden.‘ *

Es ist genug.

‚You who build these altars now
to sacrifice these children,
you must not do it anymore.
A scheme is not a vision
and you never have been tempted
by a demon or a god.
You who stand above them now,
your hatchets blunt and bloody,
you were not there before,
when I lay upon a mountain
and my father’s hand was trembling
with the beauty of the word.‘
**

Spätestens seit mir die Geschichte von den Mäusen und den Menschen*** begegnet ist, sollte ich ahnen, dass Gedankenlosigkeit auch töten kann.

Es ist also genug, im Sinne von hinreichend.

Die Sonne schien auf nichts Neues. Das haben schon die alten Ägypter bemerkt. Unter anderem ist auch dies dem Prediger Salomo im alten Testament in den Mund gelegt worden. Und ich stelle mir vor, wie der alte Plato sich vielleicht vor Vergnügen auf die Schenkel geklopft haben wird. Er – und seines Gleichen – hatten die Menschen lang genug beobachtet, kannten sie.

* https://de.wikipedia.org/wiki/Notwendige_und_hinreichende_Bedingung
** Leonard Cohen: Story of Isaak, 2.Strophe (hier aus: Songs from a Room).
*** John Steinbeck: Von Mäusen und Menschen. Roman, 1937.

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4 Gedanken zu „Hinreichend

  1. kaetheknobloch

    Hier, in einem der Blogs, in denen nie Gedankenlosigkeit herrscht, davon zu lesen, in Verbund mit Abschied und Genugsein… mich schauerts, mein lieber mick. Nachdenkliche Grüße, Ihre Frau Knobloch.

    Antwort
    1. mickzwo Autor

      Liebe Frau Knobloch,

      ich glaube, da ist mal eine Pause angesagt. Zur Zeit bin ich so leer und, wenn ich so bei mir bin, traurig. Kaum, dass mich etwas noch aufregt. Dabei kann ich nicht mal genau sagen, wieso das so ist. Wie es scheint, wächst mir alles über den Kopf. Das Übliche. Vielleicht reicht es schon, das eine oder andere Buch ohne Hintergedanken zu lesen. In Situationen zu leben ohne nachzudenken, was es denn nun bedeutet.. Jetzt, wo ich das aufschreibe, merke ich, da stimmt noch etwas nicht. Aber genau das meine ich. Auf jeden Fall: Es geht einfach nicht mehr. Pause.

      Ich danke Ihnen für die Worte, die sie gefunden haben. Das war sehr nett.

      Ihr mick.

      Antwort
      1. kaetheknobloch

        Mein lieber mick,
        das Erkennen einer Pausennotwendigkeit bedeutet ja, daß man in Kreiselgedanken gefangen ist. Diese Kreiselgedanken zu durchbrechen, sich selbst herauszukrawummen, wie ich es gern nenne, das fordert Kraft. Manchmal reicht die eigene dafür nicht. Mich zogen die Kreiselgedanken so lange weiter nach unten, daß ich tatsächlich kör… nein, das gehört hier nicht hin, ich habe gerade bei Bittemito nachgesehen, ich habe Ihre Emailadresse. Wenn Sie möchten, schreibe ich Ihnen mehr. Doch möchte ich Sie nicht ungewollt vollkübeln.
        Ich sende Ihen Grüße voll mit Zugeneigtheit unbekannterweise, basierend auf Achtung und Wertschätzung durch getauschtes Wort, alles Liebe, Ihre Frau Knobloch.

  2. Graugans

    So ein lieber, menschenwarmer Text von Frau Knobloch, dem möchte ich mich gern anschließen und ich kann dir nur sagen, lieber Mick, daß ich mich immer freue, wenn ich in den verschiedensten Blogzusammenhängen neben Dir stehe bei den Likes und wenn es mal nicht so ist, dann fällt es mir auf und ich denk mir: wo ist er denn, dieser kleine Bub in kurzen Hosen? Und wir stehen immer ganz linksaussen…! Diese Blogwelt ist ja nicht wirklich wirklich, es kommunizieren da Texte und Bilder miteinander, ach, ich weiß auch nicht, wie ich das sagen soll, aber ich dank Dir für Deine Wahrhaftigkeit und die Traurigkeit, die sagt, daß inmitten dieser virtuellen Welt ein Mensch ist und kein Roboter…Du bist nicht allein…zumindest nicht in Gedankenzusammenhängen und ich freu mich, wenn du wieder wo auftauchst und ich mich neben dich stellen kann! Viele liebe Grüsse

    Antwort

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