Der Name der Leute

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Alles mit Links.

Irgendwas ist ja immer, man merkt das oft nur nicht so.

Mit den Altachtundsechzigern bin ich quasi aufgewachsen. Habe ich im TV verfolgt. Zu uns kam das alles zeitversetzt. Da war das schon irgendwie etabliert.

Revoluzzertum und so. Jeans und Parka. Mein großer Bruder trug damals interlektuelle Cordhosen. Manchesterhosen, wie mein Vater sagte. Solche Nietenhosen wollte der Vater mir dann doch selbst schneidern. Dieses gekaufte Zeuch taucht doch nix, so war sein Urteil.

Also Nähmaschine raus. Der konnte sowas. Legendär die Karnevalsausstattung als Texas-Ranger. Alles in der Küche produziert. Aus Teppichresten die Colt-Tasche und der Hut wurde mit Wasserdampf ein echter Cowboy-Hut. Und ich: der Star. Aber eine Nietenhose? Das war nicht amtlich. Man hatte doch einen Ruf zu verlieren. Nietenhose!

Eine echte Levis musste es schon sein. Und ein US-Parka à la Woodstock. Schließlich war das Leben ja kein Karnevalsumzug! In unserer Stadt wurde sogar einmal eine Straßenbahn…

Ursprünglichen Post anzeigen 352 weitere Wörter

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2 Gedanken zu „Der Name der Leute

  1. Graugans

    Mein Vater sagte auch „Manschesterhosen“ und die waren viel besser als die heutigen Cordhosen und irgendwie roch so eine Manschesterhose auch anders, anders als jeder andere Stoff.

    Antwort

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