Eine Plastik – abstrakt

Ist das Kunst oder kann das weg?

Bestehend aus vier gleichmäßig gebauten Pappschachteln, stapelbar – vertikal – oder horizontal im Raum verstreut. So können die auch unabhängig von einander wirken.

Die Pappe ist weiß, nach hinten hin offen… vorne abgeschrägt, und mit hellen Pergamentpapier verschlossen. Das Innenleben besteht jeweils aus verschieden angeordneten Unterteilungen, bestehend aus weißer Pappe.

Die inneren Unterteilungen sind mal horizontal, mal vertikal, mit kleinem und mit großem Abstand. Alles ist sauber verklebt. So wirkt es besonders streng. Puristisch.

Ich habe mich aktuell für das vertikale Stapeln vor einem Fenster entschieden. Ab und zu wird es abgestaubt und neu ausgerichtet. Exakt übereinander. Manchmal, in der Dämmerung, studiere ich das Spiel von hell und dunkel.

Mir ist es als ob – je weniger Licht zur Verfügung steht – der Unterschied zwischen hell und dunkel immer besser, weil deutlicher zur Geltung kommt. Die Apparatur scheint dann Licht einzufangen und zu verstärken, wo ohne sie nur Trübnis wäre.

Die Tochter wollte ihre Aufgabe aus dem Studium nicht mehr haben. Wollte Platz schaffen für Neues. Sie hat ja noch soviel zu tun. Muss begreifen und erleben. Also nahm ich das Ding, stolz wie ich war, in meine Obhut. Nun kann ich es hüten – stellvertretend.

Egal, ob das Kunst ist oder nicht. Das Ding macht mich froh, demütig und dankbar.

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