Blick aus dem Fenster

Ein dreifarbiger Hund beschnüffelt den Weg. Die Holztauben spielen Verstecken. Ein Amselkommando geht Würmer jagen und die Kohlmeisen können sich mal wieder nicht für den richtigen Zweig entscheiden.

Wolken. Was, wenn jetzt die Sonne schiene?

Ganz oben in der Esche sitzt Frau Elster, wippend, und hält Ausschau nach hilflosen Opfern. So schön und so niederträchtig. Ansichtssache, wird Herr Elster so gleich einwenden. Es scheint, als seien die Enten auf Betriebsausflug.

Ich stelle mir vor: Fünfundzwanzig Hausenten unter Führung einer Pommerngans besichtigen die Wartburg. Dazwischen ein paar Stockenten, die sich natürlich daneben benehmen. Nun ja, man kennt das, und schließlich ist nicht alle Tage Betriebsausflug. Quak.

Ich frage mich gerade, wer hält da wen fest: Der Herr mit Hut und Bogartmantel seinen Aktenkoffer? Oder der Aktenkoffer den Herrn mit Hut und Bogartmantel. Die Bäume schütteln überlegen mit den Köpfen.-

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Schnell sein ist manchmal sehr anstrengend – hinterher.

Komischerweise sagt man dazu ‚vorschnell‘. Meiner Meinung nach máte das ja ‚hinterherschnell‘ heißen, oder so. Gestern hatte ich Dich gelöscht. Heute Morgen habe ich Dich gerettet (heißt wirklich so). Obiges kommt dabei raus, wenn man schnell mal eben …

So, jetzt muss ich was tun und darum schreibe ich nachher erst weiter. Für die Rettung danken wir dir herzlichst Arny-Baby! (Computer).

Ps.: Die Enten sind von ihrem Betriebsausflug wieder da. Sehen ganz schön fertig aus, diese Vögel.

Ps.: Ps.: Arny brummt zufrieden – ich auch. Eben hast Du Dich auf diese Bank da unten gestellt. Schönes Bild, das. Hast Du den roten Busch bemerkt? Ziemlich genau hinter Dir, weia! Was jetzt kommt, das kannst Du Dir ja denken.

Denk mal: …………………………………………………………………………….. reicht’s? nein? Okay noch’n bißchen: …………………………………….! So, jetzt reicht’s aber.

Gerade kommt mein Lieblingskind angelaufen und bleibt mitten auf dem Weg stehen. Es sieht sehr konzentriert aus. Wichtiges bahnt sich an. Jetzt popelt es sehr ernsthaft in seiner Nase. Du glaubst gar nicht wie tief so ein Kleines popeln kann. Und mit Hingabe!

Glücklicherweise ist die Mama nicht in Sichtweite. Die verbietet sowas. Es popelt immer noch, angestrengt. Ah, geschafft! Und jetzt Süßes, wohin mit dem Schatz? Genau! Richtig! Ins andere Nasenloch. Wegen dem Gleichgewicht. Beeil dich Kleines, Mama hat dich entdeckt und wedelt mit dem Taschentuch.

Mama sieht verzweifelt aus. Jetzt soll sich die Süße die Nase putzen. Nein. Doch. Nein. Doch. Nein. Doch. Doch. Doch. Doch! Mittwochs um 15 Uhr 5 wird ein ungezogenes Popelkind aus dem Stadtpark abgeführt, zwecks weiterer Erziehung …

© willi 1990

[Noch ein Nachsatz: 1990 habe ich den Drucktreiber für den IBM-Proprinter dann selbst geschrieben. Es war einfach notwendig. Da ging sowas noch. – Geht heute wohl auch, ich habe nur vergessen wie.]

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2 Gedanken zu „Blick aus dem Fenster

    1. mickzwo Autor

      Ja, da war was los. Aber Frau Elster hatte nur Augen für die potentielle Nahrungsquelle. So ist das eben, jeder sieht nur seins und sein fortkommen.

      Antwort

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