Der willi und Batman

Heute ist ein guter Tag zum Stromern. Das Wetter ist warm, trocken, es gibt viel zu sehen in der Stadt und nachher muss ich eh‘ arbeiten.
Die Schafe am Wegesrand wissen von alldem nichts. Sie haben gerade wieder ihren Schlaf unterbrochen. Die fünfte Jahreszeit – wie es sie in vielen Orten gibt – neigt sich fast dem Ende zu.

Die Busse sind so früh noch leer. Ihr Festtagsschmuck wirkt daher besonders prächtig. Die Stadt nimmt langsam Anlauf zum Finale. Morgen Abend kommt das grosse Feuerwerk. Und, obwohl ich es nur von der Umgehungsstrasse kenne (ich habe es auf der Heimfahrt von der legendären Spritztour nach Südfrankreich gesehen), möchte ich es nicht missen. Es hat in der folgenden Geschichte eine „tragende“ Rolle.

Ach ja: Erich Kästner, der grosse Mahner und Tröster, hatte in dieser Stadt ein paar Verwandte. Einem alten Schild zufolge hatten die dort – früher – ein Café. In dem Haus war auch mal eine Buchhandlung untergebracht. Das passt ja noch. Jetzt ist dort eine Anwaltskanzlei. (Vielleicht haben sie deswegen das Schild geändert. )

Na ja, immerhin ist es ein schönes Haus. Wenn die fünfte Jahreszeit vorbei ist, muss ich es nochmal genauer inspizieren – der besseren Sichtbarkeit halber. Schaulaufen und abshanen. Muss wohl so sein.

Morgen besuche ich wieder meinen Sohn. Alles ist gut! Dieses Feuerwerk werde ich wohl wieder verpassen 🙂

Fett/Anthrazit Blog

Diese Geschichte ist mir unlängst von einer weisen, alten Frau zugetragen worden. Sie mag alt sein, aber ich halte sie für richtungsweisend (gilt für die Frau, wie für die Geschichte).

Immer, wenn der willi sich vergewissert hatte, dass seine Aufgabe erledigt sei, kam etwas eilfertig der böse Hofmarschal des oberbösen Königs daher und brachte ihm, – dem willi – nicht ohne Häme, immer neue Aufgaben und Rätsel. Die hatte er dann zu lösen. Unser willi wäre beinahe ob seiner Aufgabe verzagt.

So trug es sich zu (es trug sich zu war eine Redewendung, die in fernen Zeiten oft gebraucht wurde), also: es trug sich zu, dass der böse Hofmarschal dieses oberbösen Königs abermals* hämisch neue und schwere Rätsel brachte. Als aber unser willi wieder allein mit sich und seiner Genius-Maus war, brach er laut schluchzend in sich zusammen.

Er wünschte sich nun doch sehnlichst in diesen tiefen, tiefen Wald…

Ursprünglichen Post anzeigen 377 weitere Wörter

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2 Gedanken zu „Der willi und Batman

    1. mickzwo Autor

      Mittlerweile sage ich mir, es muss auch Zuschauer geben. Solange dies akzeptiert wird, kann ich damit leben.

      Antwort

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