Glück ist flüchtig

Geßel

Garten-Detail


die kleine milde abendluft
die mich um fünf nach zehn besucht
streicht mir, als wär’n wir lang ein paar
sehr zärtlich durch mein nackenhaar.
für licht sorgen sich zwei, drei sterne
ganz oben links, so hab ich’s gerne.
die abendluft ist sehr gesprächig
ich lausche und bin ganz gemächlich
vertieft in ihren lebenswandel
in ihren ärger, lust und handel
den sie mit den orkanen hat
und schenke ihr ein rosenblatt.
dann träumen wir -kurz!- von paris
versprechen uns noch das und dies
und trennen uns…

Als willi dies vor etlichen Jahren aufschrieb, war er gewiß friebrig damit beschäftigt die blaue Blume ausfindig zu machen.

Ich bin mir sicher, mittlerweile kennt er deren Standorte genau. Er braucht sie gar nicht mehr. Niemand braucht sie. Es sind Gespinste der Sehnsucht, genau so hilfreich wie alle Placebos. Die wirkliche Fröhlichkeit braucht keine Platzhalter. Die können nämlich nur ablenken aber nicht froh machen.

Vielleicht meint er es ja so:

Das Glück hat eine komische Gestalt,
die es gesehen haben können lächeln.

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