Ohne Titel, zwo.

Die paar Windmühlen, die zu bekämpfen sind, wollen wir selbst bestimmen.

Die paar Windmühlen, die zu bekämpfen sind, wollen wir selbst bestimmen.

Kino, Theater – Hinz und Kunz.
Wir üben das offen Sein im Schlafen,
zu viert, allein und bei den Schafen.
Weil wir doch so nette Menschen sind,
brauchen wir manchmal auch etwas Absinth.

So tragen wir die Individualität
als leuchtendes Banner
vor uns her und meinen
wir hätten es selbst genäht.
Gedichte schreiben wir auch dabei.

Und schubst uns dann wer
sind wir doch verstört.
Wir fuchteln mit dem Banner
etwas verzweifelt umher
und fühlen uns auch ganz verquer.

Bei unseren Gedichten
blicken wir noch gescheit.
Verschaffen uns so die Beinfreiheit,
und nehmen sie als Segel,
das uns zu neuen Ufern trägt.

Man hält uns nun für Flegel:
Blödsinnig, wer am eigenen Aste sägt.
Wir haben nichts anderes
und halten sie fest.
Wir wissen schon, wohin wir müssen.

Und wenn der Wind von vorne bläst
tun wir’s endlich, auch beim Küssen.
Das leuchtende Banner –
eben noch fest auf der Schulter –
bearbeiten wir schnell mit Mottenpulver.

Dazu das Lied: Unterwegs von Georg Danzer, Album: Weiße Pferde. August 1984.

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2 Gedanken zu „Ohne Titel, zwo.

  1. Ulli

    „Die paar Windmühlen, die zu bekämpfen sind, wollen wir selbst bestimmen.“ das gefäält mir sehr

    herzliche Abendgrüße
    Ulli

    Antwort

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