Wundervoll!

Wildgans's Weblog

Kundendienst

 

Wenn morgens mein Wecker

gejunghanst hat,

salamandre ich ins Bad,

palmolive mich gründlich,

blendaxe mir die Zähne,

philipse den Bart und

lasse mich ins Werk opeln.

 

Abends jedoch ople ich

nicht, sondern bundesbahne.

Zu Hause zeiss-ikone ich

die Tür auf, und wenn ich

mich austrevirat habe

asbache ich dreimal kurz,

setze mich in den Schöner-

wohnen oder merseburgere

oder löwenthale oder

kommissare oder zimmer-

manne, je nach Hörzu.

 

Mitunter, wenn ich ge-

burtstage oder jubiläe,

söhnleine ich sogar oder

henkelle trocken – denn

einmal geslogant, bleibe ich

Kunde.

(Ralph Schneider, in „Wörterwechsel. Poetische Sprachspiele“. Herausgegeben von Klaus Peter Dencker. Reclam 2012)

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