Ein ausführlicher Text zu einem ausführlichen Problem.

Ramagens

In der heutigen Ausgabe der Zeit war auf dem Titelblatt zu lesen „Kinder, das sind keine Neger!“ Titelthema war das Umschreiben von Kinderbüchern nach heute weitgehend akzeptieren Regeln einer nicht-verletzenden Sprache. Im Dossier der Wochenzeitung konnte man dann drei Artikel und ein Interview lesen − oder vielmehr bestaunen. Denn trotz einiger kritischer Worte Ijoma Mangolds war der Tenor recht deutlich; polemisch zugespitzt könnte man die dort vertretende Meinung unter „Wir lassen uns unseren ‚Neger‘ nicht verbieten!“ zusammenfassen. Von Zensur war die Rede, von political correctness.

Zur Sachlage: Einige deutsche Kinderbuchverlage haben bereits vor Jahrzehnten angefangen, an den Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur (KJL) herumzubasteln. Andere beginnen nun langsam. Einerseits sollen so als verletzend empfundene Stereotype getilgt und heute Rassismus offenbarende Begriffe ersetzt werden. Andererseits will man auch Handlungen oder Wörter, die heute nicht mehr aktuell sind und nicht mehr verstanden werden, modifizieren. So sollen die Verkaufszahlen von Büchern wie

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