Herrenlose Fahrräder

In den Fluren und Kellern scheint die Anzahl herrenloser Fahrräder seit langem, wie die Hausverwaltung eindringlich – und auch wiederholt – betont, bedrohliche Ausmasse angenommen zu haben. Um die ordnungsgemäße Nutzung der allgemeinen Räumlichkeiten in und vor dem Wohnquartier zu gewährleisten, hat sich eben diese Hausverwaltung dazu entschlossen, nun konsequent durch zu greifen.

Ab sofort sind alle Fahrräder, die im Geltungsbereich der Hausverwaltung abgestellt oder auch nur temporär geparkt werden, mit Namen zu Kennzeichen. Nicht gekennzeichnete (Fahr-)Räder werden, zu einem noch näher zu bezeichnenden Zeitpunkt, abtransportiert und einer artgerechten Verwertung zugeführt.

Ob die artgerechte Verwertung von herrenlosen Damenfahrrädern, von der artgerechten Verwertung von herrenlosen Herrenfahrrädern als grundsätzlich unterschiedlich angesehen wird, steht explizit nicht in der Ankündigung. Auch vermisst man in diesem Memorandum die Erwähnung von Kinderfahrrädern, zu mal die auch schon des Öfteren herrenlos angetroffen wurden.

Oder muß es in diesem – zugegebener Weise – speziellen Fall kinderlos heißen? Und wenn man schon mal dabei ist: was wird aus Moutain-, City-, Trekking- oder etwa E-bikes? Ich meine, das sind doch Fragen. Semantisch ist diese Problematik meines Wissens auch noch nicht betrachtet worden. Oder?!
Ein Abgrund.

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