Alcudia

weil alles sich wiederholt
und nichts dasselbe ist
gehen wir voran
setzen einen fuß vor den anderen
und ziehen unmerklich
einen langestreckten kreis
wir stapfen durch tiefen gelben
sand,
der so fein ist, dass unsere spuren
im augenblick des nächsten schrittes
zunichte werden –
gelassen
rieselt sandkörnchen für sandkörnchen
an seinen angestammten platz
lächerlich zu glauben
wir könnten die ordnung des sandes
durcheinander bringen –
von der heimlich-kleinlichen hoffnung
auf eine oase
lassen wir uns antreiben
nicht ahnend, dass wir immer nur
kreise schließen.
so gehen wir
bis die dämmerung
uns einholt
und finden uns eins
mit den sternen.
dann empfinden wir dankbar
– beim anblick des mondes –
unsere müdigkeit und vergessen
die kälte der nacht.

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